Philosophische Beratung ist Anliegenberatung im weitesten Sinne. Sie stellt sich die Frage, wie gelingt ein erfüllendes, sinnvolles Leben angesichts der Endlichkeit. D.h. im Konkreten vielleicht: Wie gestalte ich in Freiheit eine mir gemäße Lebenskunst, die auch in Krisen neue Möglichkeiten bergen hilft.

Philosophische Beratung ist hilfreich und nützlich:

  • bei existentiellen, d.h. grundlegenden Fragestellungen, z.B.: Was ist meine Berufung?
  • in Sinnkrisen zur Sinnstiftung, z.B.: Was ist der Sinn meines Lebens?
  • damit persönliche und gesellschaftliche Wertvorstellungen erkundet werden, z.B.: Fragen zur Lebenskunst, d.h.: Wie haben andere Menschen ihr Leben gelebt und was kann ich für mich daraus lernen?
  • zur allgemeinen und persönlichen Orientierung, z.B.: Wie gelange ich in meine Bestimmung? Wie verträgt sich diese in harmonischer Beziehung zu mir nahestehenden Personen? Welche Werte lege ich meinem Leben zugrunde und welche Werte lassen sich daraufhin für die Gesellschaft ableiten?

 

Philosophische Beratung ist keine Therapie, zeitigt mitunter allerdings therapeutische Effekte. So zeigt die Logotherapie von Victor Frankl, dass Menschen, die auch in schwierigsten Bedingungen sinn-stiftende Momente im Leben erkennen, länger und gehaltvoller leben.

Ein Erstgespräch dauert in der Regel eine Zeitstunde. Dabei wird gemeinsam mit Ihnen das Anliegen geklärt und ein erster Lösungs-Entwurf erarbeitet. Beispiele für ein weiteres Vorgehen könnten sein: 

  • Beratungsgespräche in unserer Praxis, Stundenumfang und -häufigkeit wird von Ihnen bestimmt.
  • Beratunsgespräche in Ihren Räumlichkeiten oder in einem öffentlichen Raum, z.B. in einem Café Ihrer Wahl.
  • Philosophische Gespräche beim Gehen und Wandern, denn manche Gedanken werden leichter ergangen.
  • Ein philosophisches Gespräch in Gruppen und Teams. Hierfür gibt es geeignete philosophische Gesprächsverfahren, beispielsweise das Sokratische Gespräch! Das "Sokratische Gespräch" wird allgemein definiert als "Geburtshelferkunst" der Ideen ins jeweilige konkrete Denken.

Wenn Sie einen Termin wünschen oder weitere Fragen haben, rufen Sie gerne an (bitte sprechen Sie eventuell auf den Anrufbeantworter und hinterlassen Sie Ihren Namen und Ihre Telefonnummer) oder schicken Sie mir einfach eine E-Mail!

Telefon: 0521 - 3 99 43 57, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .

Ich bin Mitglied in der Internationalen Gesellschaft für Philosophische Praxis (IGPP).

Das Beratungsangebot von Ars Comolitoria® wäre ohne die denkerische Anstiftung von Johannes Ernst Seiffert wahrscheinlich reine Idee geblieben.

"Indem wir also insbesondere darauf verzichten, einer Person Eigenschaften zuzuschreiben und sie positiv oder negativ zu beurteilen, gehen wir über zu einer Betrachtung von Beziehungssituationen. Dies wiederum kann zu der nächsten Form der Beurteilung führen, indem Beziehungen als Beziehungen einer bestimmten Art beurteilt werden, sodass wir weitergehen können zur Betrachtung der Kontexte von Beziehungen. Und später betrachten wir dann Veränderungen von Kontexten und schließlich Choreografien der Veränderungen von Kontexten. Das Gemeinsame aller dieser Schritte des Darüberhinausgehens in der Wahrnehmung, im Lernen und in der Erfahrung menschlicher Zusammenhänge ist ein fortlaufender Verzicht auf die Zuschreibung von Eigenschaften. Diese zunächst rein negativ erscheinende Grundform hat eine eminent tief greifende, den Menschen umwandelnde und neue Möglichkeitsräume öffnende Qualität."

Matthias Varga von Kibéd in Siegfried Essen: "Selbstliebe als Lebenskunst", 2011.